Zusammenarbeit
Entwurfs- und Projektplanung
Bauen ist – ob mit Holz oder mit anderen Baustoffen – eine komplexe Aufgabe, die nicht Einzelwissen, sondern das Erkennen von Zusammenhängen in einem Feld wechselnder Beziehungen zwischen verschiedenen Anforderungen verlangt. Bereits in der Entwurfsphase müssen Konzepte vorliegen, die dies berücksichtigen.
Dies gilt für das Projekt als Ganzes, für Situation und Ort, Funktion und Raum, für Konstruktion und Material. Stimmen die Konzepte im Entwurf, werden die späteren Projektphasen, aber auch die Ausführungsphasen vereinfacht. Folgende Abbildung verdeutlicht die Wechselwirkungen zwischen dem gewählten Holzbausystem, der Ausbildung von Bau- und Tragstrukturen (einschliesslich Bauhülle, Bauteilen und Haustechnik) und der Form. Die Wahl der Bau- und Tragstruktur (mit Bauhülle und Konstruktion der Bauteile) wird wiederum durch Systeminformationen (Fragen von Material und Technik, Herstellung, Transport, Montage, Ökologie und Schutzfunktionen) bestimmt. Diese weisen je nach Holzbausystem unterschiedliche Parameter auf.
Projekt- und Ausführungsplanung
Wegen der zunehmend industriellen Fertigung von Holzbauten verlagern sich die zeitlichen Abläufe für die massgebenden Entscheidungen in den Planungsprozessen der Architekten, Ingenieure, Fachplaner und Unternehmer. Was früher erst auf der Baustelle zur Diskussion stand, muss heute lange vor Fertigung der Wände, Decken und Dächer festgelegt sein.
Folgende Abbildung zeigt einen Planungs-, Produktions- und Montageablauf in Wochen für einen Holzbau mittlerer Grösse im Vergleich zur herkömmlichen Vorgehensweise, wie sie häufig noch im Mauerwerks- oder Betonbau zur Ausführung gelangt.
Aus folgender Abbildung ist eine mögliche Zuteilung der Planungsschritte ersichtlich.



